Gedankenübertragung

Veröffentlicht in

Magazin 2000plus, Nr. 8, 2004, S. 50 - 53



Da ist doch was?!

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn jemand beobachtet wird, dass er es merkt, sich umdreht - warum? Der Beobachtende konzentriert seine Gedanken auf die Bezugsperson. Dabei muss - wie auch immer - in ihr ein Signal empfangen werden, das eine bestimmte Stärke haben muss und dann eine Richtung erkennen lässt. Das könnte man auch mit einem Tonempfang vergleichen, wo man die Tonquelle mit den Ohren - Richtungshören - ortet. Gleichzeitig muss man auch wissen, dass die Bezugsperson eigenen Gedanken nachhängen kann, was ein deutlich stärkeres Signal des Beobachtenden erforderlich macht. Umgekehrt kann natürlich durch eine bestimmte Erwartungshaltung - na wer wird mich wohl beobachten - die Ansprechschwelle auch gesenkt werden. Nennen wir diesen Kanal einen geistigen Informationskanal. Wer es noch nicht probiert hat, kann es überall probieren. Es klappt nicht immer, aber ... Übung macht den Meister. Oft räumlich weit entfernte, sich persönlich nahe stehende Personen, empfinden eine innere Unruhe, wenn dem Anderen etwas passiert. Der Hund spürt die Ankunft seines Frauchens/Herrchens. Hier lässt sich ein Informationskanal ansetzen, den wir Menschen (noch) nicht (verstehen?) beherrschen. Unser Gehirn wird ja nur zu wenigen Prozent ausgenutzt – so heißt es, der Rest ist Redundanz, oder für viele weitere Funktionen frei. Technik und Wissen werden es möglich machen [MW] [AR] [Ha], die Funktionen auszubauen. Seit Jahrzehnten entdeckte „neue“ Gebiete: man spricht heute von Parapsychologie, PSI, außersinnliche Wahrnehmung - um diese Phänomene zu beschreiben. Die ARD brachte eine Serie im Dezember 2003. Sie kann zur Ergänzung herangezogen werden, ein Informationstext steht im Internet [AD].


Versuche

Im Rundfunk (DLF Morgenandacht) wurde von einem Test berichtet, der mit Kindern gemacht wurde. Sie sollten feststellen, wann sie beobachtet wurden. Es wurde eine Trefferquote von über 90 % angegeben. Die Erwachsenenquote bei einem vergleichbaren Versuch lag bei gut 50 %. Kinder reagieren natürlicher. Da die Quote bei den Erwachsenen unter den erwarteten Werten lag, lag der Schluss nahe, dass das (doch? noch?) nicht funktioniert. Weitere Versuche wurden mir nicht bekannt. Wenn Versuche gleich am Anfang „fehlschlagen“, muss das noch lange kein Indiz dafür sein, dass das Problem nicht lösbar ist. Durch ändern des „Versuchsaufbaus“ könnte ein Erfolg eintreten. Manchmal muss man auch die Herangehendweise neu durchdenken, damit sich der Erfolg einstellt. Das große Ziel kann/sollte/muss es ein, klare Informationen (Sprache, Bilder) von einer Person A zu einer Person B wiederholbar zu übertragen – und das in beiden Richtungen.


Aborigines

Unsere Gesellschaft hat es verlernt, was ein Volk – die Ureinwohner von Australien, Aborigines - noch kann: die Realisierung von Gedankenübertragung [MM][MT]. Das funktioniert nicht nur von Person zu Person im ganz normalen Alltag, sondern auch über -zig km, wo wir heute nicht ohne Funkgerät auskommen würden. Es ist möglich, diese Technik zu lernen. Dazu gibt es Parallelen bei Remote Viewing [Br] aber auch bei PSI [Di]. Diese Techniken müssen verantwortungsvoll eingesetzt werden, um keinen Schaden bei Beteiligten – aber auch unbeteiligten Personen zu hinterlassen. Die Erfahrung, zum erstenmal eine Information per Gedankenübertragung verstanden zu haben, ist ein erhebendes Erlebnis.


Träume und Visionen

Es gibt ausreichend Hinweise darauf, dass da noch mehr zu machen ist. Über eine einseitige Erweiterung dieses geistigen Informationskanals gibt es zahlreiche Hinweise auch in der Bibel z. B.: Da "...erschien ihm im Traum ein Engel des Herrn und sagte: ´Josef ...scheue dich nicht, Maria zu dir zu nehmen!...´“ [Bi] (Mt 1,20). So gibt es für die verschiedensten Menschen der Bibel Träume, die offen, aber auch verschlüsselt (vom Sinn her) klar und eindeutig übertragen wurden. Im biblischen Sinn gab es verschiedene Träume: Traumoffenbarung, allegorischer Traum (verschlüsselt, Blick in die Zukunft), Traumbefehl (kundtun des göttlichen Willens) [BL]. In mehreren Fernsehsendungen berichteten Personen, dass sie Träume hatten, die in einigen Fällen die (auch traurige) Zukunft voraussahen. Manche haben sich vorher offenbart, andere erst nachträglich, denn die Menschen akzeptieren selten solche "Begabungen". Der Begriff Spinner ist nur eine harmlose der vielen Bezeichnungen für solche Leute [IL]. Im Buch Mormon wird auch von Träumen/Visionen berichtet: "Siehe ich habe einen Traum geträumt", oder mit anderen Worten, "Ich habe eine Vision gesehen." Johannes der Täufer taufte am 15. Mai 1829 J. Smith u. a. [BM] (1 Ne:8,2): "..., kaum war ich von ihm getauft worden, hatte auch ich den Geist der Prophezeiung; ..." Ihm u. a. wurden Informationen (von Gott) übertragen, die über ihren Mund kamen, nicht in ihrem Gehirn erdacht waren [Ze]. Vergleichsweise könnte man sagen, dass wie mit einem Schalter die eigenen Gedanken ab- und für kurze Zeit auf die übergeordneten Informationen umgeschaltet wurden. Solche Beispiele gibt es verschiedene.


Schriften und Bildern

Der Koran ist ein Beispiel dafür, dass eine Menge Informationen über den geistigen Informationskanal übertragen werden können – das war vor über 1375 Jahren. Erzengel Gabriel war im Auftrage Gottes (Allah) verantwortlich und hat den Kanal (Offenbarungen) über 23 Jahre zu Mohammed gehalten. Der Urkoran ist im Himmel [Ko]. J. Smith hatte eine Vision und fand wegen ihrer Deutlichkeit ohne Probleme den Ort, wo die Platten und der Brustschild mit den Steinen Urim und Tummim aufbewahrt waren - das war vor über 175 Jahren. Es geht nicht nur darum, bestimmte Informationen, vgl. Josef, oder viele Informationen, vgl. Koran, sondern auch klare Bilder in der Zielperson – z. B. J. Smith - zu hinterlassen. Ein besonderer "Autor" ist Jakob Lorber (1840-1864). Er "empfing" über 20 Bücher von Gott – Neuoffenbarungswerke genannt. Ohne nachzudenken schrieb er nur [Lo], vergleichbar mit der Koran-Übertragung, nur wesentlich umfangreicher.


Kommunikation im Ufo

UFO-Entführungsforscher [Ma] [Ho] [Ja] [AR] kommen zu dem Schluss, dass innerhalb von UFOs die Menschen mit der Realität konfrontiert werden, dass kein Wort gesagt wird und sich doch alle verstehen. Die Alien können klaren Bilder von außen im Gehirn der Menschen initiieren, z. B. einen Wald oder auch Konferenzraum im Raumschiff. Wie es geht, weiß noch keiner so richtig von uns, aber es geht. Auch hier kann man die Aborigines fragen – sie können noch mehr [MM][MT], z. B. sich in den Augen der Gegner vervielfachen u. a. Täuschungsmanöver. Dabei ist die Gedankenübertragung vom außerirdischen Besucher zum "Entführten" (Fachausdruck Abduktion) Menschen kein Problem. Für den Kontakt der Alien zu uns Erdlingen ist das normal; sie können auch unsere Gedanken lesen, und ehe wir sie ausgesprochen haben, geben sie schon die Antwort – per Gedankenübertragung. Wenn die Menschen diesen Kanal nutzen wollen, müssen sie erst darüber unterwiesen werden [MW] [AR] - und, es klappt! Wenn wir davon ausgehen können, dass in unseren Bereichen Außerirdische operieren, haben sie auch eine Kommunikation. Mit unserer auf elektro-magnetischen Wellen beruhender Kommunikationstechnik haben wir keinen Empfang der Verbindungen der Alien untereinander. Sie nutzen eine modernere weitaus effektivere Möglichkeit, die wir noch nicht abschätzen können. Einzelnen Menschen werden auch Informationen in Träumen, als Datenpaket oder in größerem Umfang (z. B. Buch, [Po] [Lo]) übertragen. Dazu wird vielen - auch auf Anfrage - mitgeteilt: "Du wirst dich erinnern, wenn du es wissen musst!" Wichtige Themen für diese Menschen sind z. B. die Umweltproblematik und die schon vorhandene Übervölkerung der Erde [AR] [MW] [Pr].


Fernwahrnehmung SRV

Eine andere Form eines Datenkanals ohne materielle Technik ist die Fernwahrnehmung (Remote Viewing - RV). Dazu gibt es eine Weiterentwicklung von Prof. Brown [Br] zum Scientific Remote Viewing (SRV). Einst wurde SRV für das amerikanische Militär und die CIA als Quelle sonst nicht erreichbarer Informationen des Gegners entwickelt [Je]. Durch gerichtete Konzentration auf ein Zeilgebiet lassen sich Informationen erhalten und sogar Gespräche führen - Arbeit nur zu zweit und nach Ausbildung! Ein prinzipiell vergleichbares Herangehen an solche Aufgaben ist die Arbeit der PSI-Agenten, die es seit über 60 Jahren gibt. Mit dieser Methode ist es u. a. möglich, Archäologen zielgerichtete Hinweise zu geben [Di]. Damit wäre es auch kein Problem, mehr über den wahren Inhalt und ev. auch über das wahre Alter der Pyramiden zu erfahren – worüber natürlich nicht öffentlich gesprochen wird; da wird den Leuten etwas vorgemacht [NP]. Die ARD hat eine ganze Serie (6 Teile [AD]) dem PSI gewidmet und ein Teil widmete sich auch der Gedankenübertragung [Fr].


Gedankenübertragung im alten Ägypten

Gedankenübertragung/Telepathie gehörte schon im alten Ägypten zur Kommunikation der Priester und Könige/Pharaonen. Bei Dimde [DH] findet sich ein Kapitel über die Ausbildung der ägyptischen Priester. Eine Frage lautet: Wie spricht Geist zu Geist? - Per Gedankenübertragung/Telepathie. Die Priester lernten: von Geist zu Geist sprechen von Geist zu Geist richtig fragen die Antwort richtig zu erhören die Antwort richtig zu verstehen. Über telepathische Verbindungen zwischen Königen in Ägypten schreibt Melchizedek [Me].


Außerkörperliches Erlebnis

OBE Ausgewählten Menschen wird es durch Ufonauten ermöglicht, ein "Out-of-Body-Erlebnis" (OBE) zu haben [AR]. Bisher sind solche OBE mit Nahtoderfahrung „vergleichbar“ [Za][GR][RS]. OBE können zum Erhalt von Informationen eingesetzt werden. Über eigene Erlebnisse u. a. zu dieser Thematik schrieb Frau Ingrisch [IL].


Zusammenfassung

Wenn in den heiligen Schriften von Traumerlebnissen, Heiliger Geist, Geist der Prophezeihung... die Rede ist, dann wird hier ein Kanal genutzt, den wir heute ev. andeutungsweise kennen. Auserwählte Personen erhalten "von oben" klar reproduzierbare Informationen und Bilder. Heilige Schriften liefern Informationen, die sich heute auch nach Abduktionen [Ma] vergleichen lassen; Parallelitäten zu aktuellen Aktivitäten von Außerirdischen [Hi] sind klar nachweisbar. Diese geschilderten Informationskanäle können wir so (noch) nicht verstehen/nutzen, Anfänge bei PSI und SRV sind vorhanden, u. a. in der Kriminalitätsbekämpfung [Di], aber nicht allgemein gültig und bekannt! Welche Möglichkeiten sich in welchem Umfang ergeben können, weiter praxiswirksam werden (können) lässt sich hier nicht sagen – die Wissenschaft muss die Grundlagen weiter ausbauen. Der Vergleich mit den Vorgänge in den Heiligen Schriften ist zwar gegeben – was stellte Prof. Linke dazu fest: "Viele deutsche Wissenschaftler fürchten, ihr Gesicht zu verlieren, wenn sie sich auf religiöse Fragestellungen einlassen." [GK] Und so werden zahlreiche Vorlagen „in den Wind geschlagen“, die eindeutige Ansatzpunkte für wissenschaftliche Forschungen sein könnten/sollten. Es ist wichtig, dass sich Forscher dieser Themen annehmen! Eines ist gewiss, hier wird uns ein weiteres Kapitel der Nutzung unseres Gehirns aufgeschlagen. Wie ließ Shakespeare seinen Hamlet sagen: "Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erden, als Eure Schulweisheit sich erträumt." Wie Recht er doch hatte!

Literatur

[MW] Wiesengrün, M.: Mein Ufo-Erlebnis auf Rügen. Wendla, Gütersloh 2000
[AR] Andrews, A.; Ritchie, J.: Von Aliens entführt. Bastei, Bergisch Gladbach 1998
[Ha] Hausdorf, H.: Telepathie & Prophetie. Tosa, Wien 2001
[AD] ARD: Dimension PSI – 6 Folgen im Nov/Dez 2003 http://www.daserste.de/dimensionpsi/folgen.asp [MM] Morgan, M.: Traumfänger. Goldmann, München 1995
[MT] Morgan, M.: Traumreisende. Goldmann, München 2000
[Br] Brown, C.: Kosmische Begegnung. Verlagsanstalt Knauer, München 1997
[Di] Dimde, M.: Paranormal. Heyne, München 1999
[Bi] Die Bibel. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1992
[BL] Schlatter, Th. (Hrsg.): Calwer Bibel Lexikon. 6. Auflage, Calwer, Stuttgart 1989
[IL] Ingrisch, L.: Unsterblichkeit. Protokolle aus dem Jenseits. Langen Müller, München 2003
[Mo] Das Buch Mormon. Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, Frankfurt am Main 1985
[Ze] -: Das Zeugnis des Propheten Joseph Smith. Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, Frankfurt am Main 1985
[Ko] Der Koran. Goldmann Verlag, 7. Auflage 3/91
[Lo] Lober, J.: Katastrophe im Planetenreich in: Der Kosmos in Geistiger Schau. Lorber, 3. Aufl., Bietigheim/Württemberg
[Ma] Mack, J. E.: Entführt von Außerirdischen. Wilhelm Heyne, München 1997
[Ho] Hopkins, B.: Fehlende Zeit. Endzeit-Verlag, Rottenburg 1993
[Ja] Jacobs, D. M.: Bedrohung. Kopp-Verlag, Rottenburg 1998
[Po] Popowitsch, M.: Meine Ufo-Begegnungen. Ullstein, Berlin 1997
[Pr] Sightings - Dem Unerklärlichen auf der Spur. Premiere, Sendung am 31.04.01
[Je] Jelinski, M.: Remote Viewing - Im Schleudersitz durch´s Universum. UFO-Kurrier 12/1997, S. 11-19
[NP] ZDF: Die Nacht der Pyramiden - Neue Entdeckungen in Ägypten. Life-Übertragung am 17.09.2002 http://www.zdf.de/ZDFde/programmuebersicht/0,2060,02_09_16-4-1,00.html
[Fr] Frey, Ch.: Dimension PSI Folge 3 – Gedankenübertragung. ARD, Sendung am 01.12.2003 http://www.daserste.de/dimensionpsi/folgen.asp
[Za] Zaleski, C.: Nahtodeserlebnisse und Jenseitsvisionen. Insel, Frankfurt/M, Leipzig 1995
[GR] Gerriets Kexel , R.: Todeserfahrung. ARD Dimension PSI 4, Sendung am 08.12.2003
[RS] Reinberger, St.: Reise ins Jenseits? Gehirn und Geist, Mythos Nahtod, 3/2003 http://www.wissenschaft-online.de/artikel/618126
[Hi] Hierzenberger, G., Nedomansky, O.: Erscheinungen und Botschaften der Gottesmutter Maria. Pattloch, Augsburg 1993
[GK] Gaschler, K.; Könneker, C.: Die Kopflastigkeit der Religion. Gehirn & Geist 02/2002, S. 14 - 17
[Me] Melchizedek, D.: Die Blume des Lebens. Band 1 + 2, KOHA- Verlag, 4. überarbeitete Auflage, Wien 2002

 

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